CAMPAGNE D'ALLEMAGNE 1813
Le 17 mars 1813
Le lendemain de l’arrivée du tsar Alexandre Ier dans le camp du roi de Prusse à Breslau, la Prusse déclare la guerre à la France.
Vom 17. März 1813.
An Mein Volk!
So wenig für Mein treues Volk, als für Deutsche, bedarf es einer Rechenschaft
über die Ursachen des Krieges, welcher jetzt beginnt. Klar liegen dem
unverblendeten Europa vor Augen. Wir erlagen der Uebermacht Frankreichs. Der
Friede[1], der die Hälfte Meiner Unterthanen mit entriß, gab uns seine
Segnungen nicht; denn er schlug uns tiefere Wunden als selbst der Krieg. Das
Mark des Landes ward ausgesogen, die Hauptfestungen bleiben vom Feinde besetzt,
der Ackerbau ward gelähmt, sowie der sonst so hoch gebrachte Kunstfleiß
unserer Städte. Die Freiheit des Handels ward gehemmt und dadurch die Quellen
des Erwerbs und des Wohlstandes verstopft. Das Land ward ein Raub der
Verarmung. Durch die strengste Erfüllung eingegangener Verbindlichkeiten
hoffte Ich Meinem Volk Erleichterung zu bereiten, und den französischen Kaiser
endlich überzeugen, daß es sein eigener Vortheil sey, Preußen seine
Unabhängigkeit zu lassen. Aber Meine reinsten Absichten wurden durch Uebermuth
und Treulosigkeit vereitelt, und nur zu deutlich sahen wir, daß des Kaisers
Verträge mehr noch wie seine Kriege uns langsam verderben mußten. Jetzt ist
der Augenblick gekommen, wo alle Täuschung über unsern Zustand aufhört. –
Brandenburger, Preußen, Schlesier, Pommern, Litthauer! Ihr wißt, was Ihr seit
fast sieben Jahren erduldet habt; Ihr wißt, was euer trauriges Loos ist, wenn
wir den beginnenden Kampf nicht ehrenvoll enden. Erinnert Euch an die Vorzeit,
an den großen Kurfürsten, den großen Friedrich. Bleibt eingedenk der Güter,
die unter Ihnen Unsere Vorfahren blutig erkämpften: Gewissensfreiheit, Ehre,
Unabhängigkeit, Handel, Kunstfleiß und Wissenschaft. – Gedenkt des großen
Beispiels unserer mächtigen Verbündeten, der Russen; gedenkt der Spanier, der
Portugiesen. Selbst kleinere Völker sind für gleiche Güter gegen mächtigere
Feinde in den Kampf gezogen und haben den Sieg errungen. Erinnert Euch an die
heldenmüthigen Schweizer und Niederländer. – Große Opfer werden von allen
Ständen gefordert werden; denn unser Beginnen ist groß, und nicht geringe die
Zahl und die Mittel unserer Feinde. Ihr werdet jene lieber bringen für das
Vaterland, für Euern angeborenen König, als für einen fremden Herrscher, der,
wie so viele Beispiele lehren, Eure Söhne und Eure letzten Kräfte Zwecken
widmen würde, die Euch ganz fremd sind. Vertrauen auf Gott, Ausdauer, Muth und
der mächtige Beistand unserer Bundesgenossen werden unsern redlichen
Anstrengungen siegreichen Lohn gewähren. – Aber, welche Opfer auch von
Einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligen Güter nicht auf, für
die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir nicht
aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu seyn. Es ist der letzte,
entscheidende Kampf, den wir bestehen, für unsere Existenz, unsere
Unabhängigkeit, unsern Wohlstand. Keinen andern Ausweg gibt es, als einen
ehrenvollen Frieden, oder einen ruhmvollen Untergang. Auch diesem würdet Ihr
getrost entgegen gehen, um der Ehre willen; weil ehrlos der Preuße und der
Deutsche nicht zu leben vermag. Allein wir dürfen mit Zuversicht vertrauen:
Gott und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen,
mit ihm einen sichern, glorreichen Frieden und die Wiederkehr einer
glücklichen Zeit.
Breslau, den 17. März 1813.
Friedrich Wilhelm.

Julius Scholtz, "Freiwillige vor Friedrich Wilhelm III. in Breslau". Les
volontaires devant Frédéric-Guillaume III à Breslau.
Entre autres, le Schlesische privilegierte Zeitung du 20 mars 1813 publia le fameux appel An Mein Volk, signé par Friedrich Wilhelm III le 17 mars qui appelait à une guerre de libération. Elle rappelait les luttes pour la liberté dans le passé. Cependant, aucun parallèle n’a été sciemment établi avec la levée en masse de la Révolution française. L’appel visait à établir un lien avec la direction traditionnelle de la maison Hohenzollern. Le peuple a été appelé au sacrifice dans la lutte pour l’indépendance du Roi, de la Patrie et de l’Honneur. L’appel au patriotisme était une nouveauté.


Anton Hoffmann "Aufruf An Mein Volk, Auszug der Freiwilligen 1813", Le
départ des volontaires.
Fin mars 1813 : soulèvement de Lüneburg
Fin mars 1813, la ville de Lünebourg (Basse-Saxe) se soulève contre les troupes françaises.
SUITE AVRIL 1813